Gemeinsam ökologische Landwirtschaft erleben: 3 Fragen an… Maria Perktold-Heinrich vom Heinrich Hof

Maria Perktold-Heinrich
Foto: Tim Krieger

Auf unseren Bauernhoffahrten Vom Acker in den Mund! lernen Kita- und Grundschulkinder gemeinsam mit ihren Genussbotschafter:innen den Ursprung unserer Lebensmittel kennen. Die Landwirt:innen unserer Partnerhöfe spielen dabei eine wichtige Rolle: Sie beziehen die Kinder in das tägliche Geschehen auf dem Hof mit ein, beantworten Fragen zu Obst, Gemüse und Tieren und bereiten gemeinsam aus hofeigenen Produkten eine frische Mahlzeit zu. In unserer Serie „3 Fragen an …“ stellen wir regelmäßig die Gesichter hinter den Bauernhoffahrten vor.

Maria Perktold-Heinrich und ihre Familie bewirtschaften den Heinrich Hof im baden-württembergischen Obrigheim im Neckartal. Gemeinsam mit ihrem Team arbeiten sie seit 1986 nach den Demeter-Richtlinien in biologisch-dynamischer Wirtschaftsweise. Der Gemischtbetrieb kümmert sich um Grünland und Getreideanbauflächen, hält Kühe, Schafe und Schweine, baut Kartoffeln und Freilandgemüse an und betreibt eine Gärtnerei mit vielen Gemüsesorten. Im Verkauf werden Gemüse, Salate, Kräuter, Fleisch, Wurst und Schinken aus eigener Produktion angeboten. Maria Perktold-Heinrich empfängt als Erzieherin und Natur- und Bauernhofpädagogin schon seit 2001 Schulklassen und Kitagruppen auf ihrem Hof.

Maria,was ist für Dich das Besondere bei Vom Acker in den Mund! und bei der Arbeit mit Kindern auf dem Hof?

Wenn die Kinder zu uns kommen, erleben sie den Bauernhof mit allen Sinnen. Gleichzeitig lernen sie vieles rund um das Thema Ernährung – sie erfahren, dass beides zusammengehört. Selbst ernten, selbst schnippeln, selbst rühren, würzen, kochen und dann gemeinsam essen, das ist ein besonderes Erlebnis. Das haben die Kinder sonst nie. Und wir Bäuerinnen und Bauern lernen, unseren Hof und unsere Arbeit mit den Augen unserer kleinen BesucherInnen zu sehen. Die Begeisterung und Freude der Kinder ist ansteckend und tut uns gut.

Gab es dabei besondere Erlebnisse, die Dir im Gedächtnis geblieben sind?

Zwei Mal hatten wir das besondere Glück, dass die Kindergruppen einer Kuh beim Kalben zusehen konnten. Normalerweise wollen Kühe ihre Ruhe, wenn sie ein Kälbchen bekommen. Wir waren – mit viel Abstand natürlich – dabei, das war ein unvergessliches Erlebnis für alle. Und an eine lustige Episode erinnere ich mich auch: Ein Junge rennt gleich nach dem Ankommen in den Stall und ruft: „Ey krass Alter, die Kühe kann man kaufen, aber voll teuer!“ Er dachte, die Ohrmarken seien Preisschilder.

Was nehmen die Kinder in Deinen Augen mit nach Hause?

Die Kinder erleben, dass die Arbeit auf dem Bauernhof anstrengend ist, aber auch sehr viel Spaß macht. Sie merken, dass viel Mühe und Aufwand in unseren Nahrungsmitteln steckt und wir deshalb achtsam mit ihnen umgehen sollten. Und sie erfahren, wie lecker alles schmeckt, wenn es frisch geerntet und wenig weiterverarbeitet wird. Auf einem Bauernhof sind viele Fähigkeiten gefragt, so dass jedes Kind einen wertvollen Beitrag zum gelungenen Bauernhoftag beiträgt. Alle sind gleichermaßen wichtig, egal, mit was sie sich einbringen.

Mehr über unsere Partnerhöfe und eine deutschlandweite Übersicht über ihre Standorte finden Sie hier

Möchten Sie noch weitere Gesichter und Geschichten hinter unseren Bauernhoffahrten kennenlernen? Dann kommen Sie mit auf den Biohof Hefele, den Susanne Hefele gemeinsam mit ihrer Familie im oberbayrischen Ainhofen bewirtschaftet, oder lesen Sie, welche Erfahrungen Henning Jahn von der Hofgemeinschaft Rothenhausen bei Lübeck mit den Kindergruppen auf seinem Hof macht.

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