Gemeinsam ökologische Landwirtschaft erleben: 3 Fragen an… Susanne Hefele vom Biohof Hefele

Susanne Hefele von unserem Partnerhof mit ihrem Mann im Porträt
Foto: privat

Auf unseren Bauernhoffahrten Vom Acker in den Mund! lernen Kita- und Grundschulkinder gemeinsam mit ihren Genussbotschafter:innen den Ursprung unserer Lebensmittel kennen. Die Landwirt:innen unserer Partnerhöfe spielen dabei eine wichtige Rolle: Sie beziehen die Kinder in das tägliche Geschehen auf dem Hof mit ein, beantworten Fragen zu Obst, Gemüse und Tieren und bereiten gemeinsam aus hofeigenen Produkten eine frische Mahlzeit zu. In unserer Serie „3 Fragen an …“ stellen wir regelmäßig die Gesichter hinter den Bauernhoffahrten vor. Weiter geht es mit Susanne Hefele, die diese Woche die erste Kindergruppe auf ihrem Hof empfängt.

Susanne Hefele und ihre Familie führen den Biohof Hefele im oberbayerischen Ainhofen, der seit dem 17. Jahrhundert in Familienbesitz ist. Seit 2007 bewirtschaftet die Familie den Hof nach den Prinzipien des ökologischen Landbaus. Der Betrieb umfasst ca. 42 Hektar an Fläche, dort leben 35 Ochsen, sechs Mutterkühe und 750 Legehennen sowie saisonal Mastgeflügel. Die Familie bietet eine Vielfalt an hofeigenen Produkten wie Eier, Kartoffeln, Getreide, Fleisch oder Obstbrände. Im Zentrum ihrer Arbeit steht für die Hefeles ein ganzheitlicher Ansatz, nachhaltiges Wirtschaften, praktizierter Natur- und Klimaschutz, Sicherung und Erhalt von Boden, Luft und Wasser sowie der Schutz der VerbraucherInnen.

Susanne, wie bist Du zur Bio-Landwirtschaft gekommen?

Landwirtin bin ich vor 33 Jahren geworden, als ich meinen Mann geheiratet habe. Vorher hatte ich nichts mit Landwirtschaft zu tun, war aber sofort begeistert und wusste genau: So will ich leben und meine Kinder auf dem Hof aufwachsen sehen. Die Entscheidung, unseren Hof ökologisch zu führen, traf hauptsächlich mein Mann. Aus Angst um seine Gesundheit und um die Umwelt wollte er eines Tages nicht mehr spritzen. Die ganze Familie stand sofort hinter seiner Entscheidung. Denn als Landwirt:innen haben wir die Aufgabe, sorgsam mit der Natur umzugehen: Geht es den Tieren und dem Boden gut, sind die Menschen, die sich davon ernähren, gesund und glücklich.

Was ist das Besondere bei Vom Acker in den Mund! und der Arbeit mit Kindern auf dem Hof?

Dass die Kinder sehen, wie Lebensmittel erzeugt werden – ob im Stall, wo sie den Kontakt zu den Tieren genießen, oder auf dem Acker, wo sie in der Erde wühlen können. Die Kleinen dürfen selbst Gemüse ernten, was ihnen sehr viel Spaß macht. Es ist eine wahre Freude, wenn sie mit ihren bloßen Händen die Kartoffeln ausgraben. Und die Kinder sind total stolz, wenn sie auch noch ihr Mittagessen selbst zubereiten dürfen. Für die meisten ist es am Ende überraschend zu sehen, wie viel Arbeit dahintersteckt und wie gut das frisch geerntete Gemüse schmeckt.

Was nehmen die Kinder noch mit nach Hause?

Sie freuen sich vor allen Dingen, wenn sie selber anpacken dürfen, egal ob es um das Füttern der Tiere, das Ernten der Kartoffeln oder das Kochen des Mittagessens geht. Der Tag bei uns bringt ihnen Freude, trainiert ihr Selbstbewusstsein und kitzelt ihre Neugierde. Wir lehren sie Achtsamkeit für Tier und Boden und geben ihnen den Mut, vieles zu hinterfragen. Und: Die Kinder erleben mit allen Sinnen. Das geht halt nur auf dem Hof und im Acker, wo sie fühlen, riechen und schmecken können.

 

Mehr über unsere Partnerhöfe und eine deutschlandweite Übersicht über ihre Standorte finden Sie hier. Sie sind Genussbotschafter:in und wollen mit Ihrer Schulklasse oder Kitagruppe auf einen unserer Partnerhöfe in Ihrer Nähe fahren? Klicken Sie hier für mehr Infos zu Vom Acker in den Mund!.

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