Kinder vor Junkfood-Werbung schützen: Gemeinsam mit rund 40 Organisationen machen wir Druck auf die Ampel-Koalition

Foto: Foodwatch

Wir, die Sarah Wiener Stiftung, appellieren zusammen mit einem Bündnis aus rund 40 Organisationen und dem britischen Starkoch Jamie Oliver an die Ampel-Koalition, Kinder und Jugendliche vor Werbung für Lebensmittel mit viel Zucker, Fett oder Salz zu schützen. Junkfood-Werbung beeinflusst „nachweislich die Präferenzen und das Essverhalten“ junger Menschen, heißt es in dem offenen Brief an die Parteispitzen von SPD, Grüne und FDP, den wir unterzeichnet haben. Deshalb sind für uns Werbebeschränkungen ein „wichtiger Schritt, um Familien dabei zu unterstützen, Kindern eine gesunde Ernährungsweise beizubringen.“ 

„Tag für Tag bombardiert die Lebensmittelindustrie unsere Kinder mit Werbung für Zuckerbomben und fettige Snacks – sie schaltet TV-Spots während Fußballspielen, Casting-Shows und Kindersendungen und engagiert beliebte Influencer:innen,“ so Jamie Oliver. Ihm zufolge müssten auch in Deutschland „Kinder und Jugendliche vor den perfiden Marketing-Tricks“ mit einem weitreichenden Gesetz geschützt werden. In Großbritannien soll ab 2024 eine umfassende Werbebeschränkung in Kraft treten, für die sich der Koch bereits mit Erfolg stark gemacht hat.

Laut einer Studie der Universität Hamburg sieht in Deutschland jedes Kind zwischen drei und 13 Jahren pro Tag im Schnitt 15 Werbespots für ungesunde Lebensmittel. 92 Prozent der gesamten Werbung, die Kinder wahrnehmen, vermarktet Fast Food, Snacks oder Süßigkeiten. Allein die Süßwarenindustrie hat 2021 über eine Milliarde Euro für Werbung ausgegeben – so viel wie in keinem anderen Jahr zuvor. 

Initiiert durch Foodwatch machen wir gemeinsam mit zahlreichen Organisationen – darunter die Deutsche Adipositas-Gesellschaft, die Deutsche Diabetes-Gesellschaft, die Verbraucherzentrale, WWF Deutschland und viele weitere – Druck auf die Politik. Für umfassende Regelungen zur Junkfood-Werbung. Mehr dazu lesen Sie in dem offenen Brief „Werbeschranken für Ungesundes – Kinder umfassend schützen!“ und in der Pressemitteilung von Foodwatch
 

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