Unser Fußabdruck isst mit! – Klimaschutz heißt Ernährungswende jetzt

Über 40 Prozent der Treibhausgasemissionen sind darauf zurückzuführen, wie wir Lebensmittel anbauen, verarbeiten, transportieren, lagern, zubereiten und entsorgen. Ein Drittel aller Lebensmittel landet dabei gar nicht erst auf dem Teller, sondern wird weggeworfen. „Fest steht: Vom argentinischen Rindersteak bis zur übervollen braunen Tonne – auch Essen macht Klima. Die Art und Weise, wie wir uns heute ernähren und mit Lebensmitteln umgehen hat direkte Auswirkungen auf unser Klima, die Artenvielfalt und unsere Lebensgrundlagen“, erklärt Sarah Wiener, Gründerin der Sarah Wiener Stiftung.

Kindern so früh wie möglich einen aufgeklärten, bewussten und nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln beizubringen ist ein Ziel der Sarah Wiener Stiftung, die sich seit 12 Jahren für praktische Ernährungsbildung in Kitas und Schulen einsetzt. Unsere Bildungsprogramme bringen den Kindern bei, wie man Einkäufe strategisch plant, Reste verwertet und Gerichte ressourcenschonend zubereitet. Sie lernen Lebensmittel wertzuschätzen, frisch, saisonal und regional zu kochen und vorwiegend pflanzlich und ökologisch zu essen. Denn eine pflanzliche Ernährung mit Bio-regionalen Lebensmitteln der Saison kann den ökologischen Fußabdruck erheblich reduzieren. So können schon Kita- und Grundschulkinder in ihrem Alltag aktiv zum Klimaschutz beitragen und lernen, verantwortlich mit sich selbst und ihrer Umwelt umzugehen.

Doch die Ernährungswende für das Klima liegt nicht allein in den Händen verantwortungsbewusster BürgerInnen. Dafür braucht es klare klimapolitische Rahmenbedingungen. Deshalb fordern wir die Bundesregierung anlässlich des globalen Klimastreiks auf, die Lebensmittelverschwendung gesetzlich einzudämmen, die ökologische Landwirtschaft sowie nachhaltige Ernährungssysteme stärker zu fördern und auszubauen, Lebensmittel mit den ökologisch korrekten Preisen zu versehen und Massentierhaltung zu beenden. „Klimaschutz heißt Ernährungswende jetzt! – Hin zu einem ökologisch und sozial gerechten Landwirtschafts- und Ernährungssystem. Dafür gehen wir als Stiftung heute auf die Straße“, unterstreicht Wiener.

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