Ein Grundschulprojekt zu Wert und Herkunft unserer Lebensmittel

Kinderhände tragen belegte Brote, einen Apfel und ein Glas Milch auf einem Tablett

Gerade für junge Menschen ist der Kontakt zur regionalen Landwirtschaft heute nicht mehr selbstverständlich. Damit schwindet ihre Wertschätzung von Lebensmitteln und ihr Wissen über die Herkunft, die Verarbeitung und Qualität unserer Lebensmittel zunehmend. Mit dem Projekt Meinem Schulessen auf der Spur! möchten wir dieser Entwicklung etwas entgegensetzen: Gemeinsam mit ihren Lehrkräften erkunden Berliner Grundschüler:innen der dritten und vierten Klasse, welchen Weg Bio-Lebensmittel zurücklegen, bis sie auf ihre Teller in der Schulkantine kommen und Essensreste beim Entsorgungsbetrieb landen.

Auf Entdeckungstour entlang der regionalen Wertschöpfungskette

Ziel unseres Projekts ist es, dass die teilnehmenden Grundschüler:innen Neugier und Wertschätzung für ökologisch produzierte Lebensmittel sowie die dahinterstehenden Menschen, Arbeitsprozesse und eingesetzten Ressourcen entwickeln. Damit das gelingt, erkunden die Kinder einzelne Stationen der regionalen Wertschöpfungskette für ausgewählte Bio-Lebensmittel, die sie aus ihrem Schulessen kennen. Diese Stationen lernen die Grundschüler:innen genauer kennen:

  • Erzeugender Bio-Betrieb
  • Verarbeitender Bio-Betrieb
  • Großhandel
  • Catering-Betrieb
  • Entsorgungsbetrieb
Die Wertschöpfungskette mit ihren Stationen

 

Erkunden mit allen Sinnen: Exkursionen und Unterrichtsmaterialien

Wissen rund um die einzelnen Stationen der regionalen Wertschöpfung und deren Zusammenhänge erarbeiten sich die Schüler:innen selbst: auf Tagesexkursionen mit ihren Lehrkräften zu Bio-Betrieben und anderen außerschulischen Lernorten sowie mithilfe digitaler Informationsmaterialien im Unterricht erfahren die Kinder mit allen Sinnen, welchen Weg ihr Schulessen zurücklegt. Durch das hautnahe Erleben der regionalen Wertschöpfungskette erkunden die Grundschüler:innen den Wert und die Herkunft unserer Lebensmittel und lernen, das eigene (Schul-)Essen wertzuschätzen.

Wir organisieren z.B. Ausflüge zum Ökodorf Brodowin, zum Milchviehbetrieb Pöhl, zur Molkerei Lobetal und zum Märkischen Landbrot.

Unser Projektpartner RESTLOS GLÜCKLICH e. V. nimmt die Kinder z. B. mit zu folgenden Lernorten: dem Bio-Großhändler Terra, dem Cateringunternehmen Greens Unlimited und zur Berliner Stadtreinigung BSR. 

80 Tagesexkursionen für 2.000 Berliner Grundschulkinder

Meinem Schulessen auf der Spur! startet 2021 mit einer Pilotierungsphase, an der 10 Berliner Grundschulen teilnehmen. In den Jahren 2021 und 2022 bieten die Sarah Wiener Stiftung und RESTLOS GLÜCKLICH e. V. insgesamt 80 Tagesexkursionen für rund 2.000 Berliner Grundschulkinder aus unterschiedlichen Berliner Kiezen an.

Die Teilnahme an den Tagesexkursionen ist für die Klassen kostenfrei.


Unsere Partner:innen

Meinem Schulessen auf der Spur! ist ein Verbundprojekt von RESTLOS GLÜCKLICH e. V., der Sarah Wiener Stiftung und der Bio-Stadt Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags im Rahmen des Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN).

Die Bio-Stadt Berlin entwickelt seit 2017 eine zukunftsfähige, nachhaltige und regional gedachte Ernährungsstrategie für Berlin und setzt sie bereits mit vielfältigen Maßnahmen um. Die Nachfrage der Berliner VerbraucherInnen nach biologischen Lebensmitteln aus der Region steigt stetig an. Insbesondere in der Gemeinschaftsverpflegung soll schmackhaftes, gesundheitsförderndes und nachhaltiges Essen für alle angeboten werden können. Die Berliner Ernährungsstrategie trägt dazu bei, dass die städtische Ernährungspolitik hin zu mehr Regionalität, Nachhaltigkeit, Fairness und mit einem stärkeren Fokus auf gesundheitsfördernde Kost für alle, unabhängig vom Geldbeutel, entwickelt wird. Angestrebt wird ein umfassender Transformationsprozess, der gemeinsam mit der Verwaltung, ErnährungsakteurInnen und der Stadtgesellschaft durchgeführt wird. Im Bio-Städte-Netzwerk wird Berlin von der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung vertreten. Mehr Information finden Sie hier.

 

RESTLOS GLÜCKLICH e. V. engagiert sich für mehr Wertschätzung und einen bewussten Konsum von Lebensmitteln. Der Berliner Verein bietet Bildungsprojekte, Mitmachaktionen und Teamevents an, bei denen gerettete Lebensmittel verarbeitet und hilfreiche Tipps für mehr Nachhaltigkeit in der Küche gegeben werden. Der Verein setzt sich dafür ein, dass sich klimafreundliche Ernährung im Alltag etabliert und zum neuen Standard unserer Esskultur wird. Mit seiner Arbeit trägt RESTLOS GLÜCKICH dazu bei, dass die Ressource Lebensmittel nicht verschwendet wird und folgenschwere Nebeneffekte für das Klima reduziert werden. Mehr Informationen finden Sie hier.

Das Projekt wird unterstützt von:

Das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) hat sich zum Ziel gesetzt, die Rahmenbedingungen für die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft und andere Formen nachhaltiger Landbewirtschaftung in Deutschland zu verbessern und die Voraussetzungen für ein gleichgewichtiges Wachstum von Angebot und Nachfrage zu erzielen. Das Programm wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) auf Grund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags finanziert und in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) koordiniert und umgesetzt. Mehr Informationen finden Sie hier.