Verbundprojekt Meinem Schulessen auf der Spur! ist gestartet - Grundschulkinder erkunden den Weg von Bio-Lebensmitteln vom Feld bis auf den Teller

Berlin, 13.09.2021. Meinem Schulessen auf der Spur! Ein Grundschulprojekt zu Wert und Herkunft unserer Lebensmittel ist in Berlin gestartet. Schulkinder der dritten und vierten Klasse entdecken gemeinsam mit ihren Lehrkräften, welchen Weg Bio-Lebensmittel zurücklegen, bevor sie in der Schulkantine auf den Tellern landen – und was mit den Essensresten passiert. Dabei erkunden die Kinder die Herkunft ihrer Lebensmittel entlang der regionalen Wertschöpfungskette.

Das Grundschulprojekt beinhaltet Tagesexkursionen und interaktive Unterrichtsmaterialien und ist für die teilnehmenden Schulklassen kostenlos. Realisiert wird Meinem Schulessen auf der Spur! durch die Bio-Stadt Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung, den Verein RESTLOS GLÜCKLICH und die Sarah Wiener Stiftung.

Verbraucherschutzsenator Dr. Dirk Behrendt sagt zu Meinem Schulessen auf der Spur!: „Die Kinder lernen auf spielerische Art und Weise, ihr Essen wertzuschätzen. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Umweltbildung, mit der nicht früh genug begonnen werden kann. Wenn bereits den Jüngsten ein Bewusstsein für Lebensmittel vermittelt werden kann, dann hilft das auch dabei, Lebensmittelverschwendung einzudämmen.“

In der Pilotierungsphase nehmen rund zehn Berliner Grundschulen teil. Bis 2022 werden insgesamt 80 Tagesexkursionen durchgeführt, an denen rund 2.000 Berliner Grundschulkinder teilnehmen können. Franziska Bock, Projektkoordinatorin von RESTLOS GLÜCKLICH sagt: „Damit die Lehrkräfte das Thema flexibel in ihren Unterricht einbetten können, haben wir ihnen ein reichhaltiges Paket mit verschiedenen Unterrichtsmaterialien geschnürt. So können sie die Kinder optimal unterstützen, wenn diese eine Station der Wertschöpfungskette erkunden und direkt am Ort des Geschehens erleben, wie viel Mühe, Zeit und Ressourcen in unseren Lebensmitteln stecken – und wie wertvoll unser Essen ist.”

„Zusätzlich erarbeiten sich die Schulkinder Wissen zur ökologischen Erzeugung und Verarbeitung regionaler Bio-Lebensmittel,“ sagt Sara Wolff, Projektleiterin von der Sarah Wiener Stiftung. „Auf diese Weise bekommen die Kinder einen konkreten Bezug zu der Herkunft ihres Schulessens und auch zu den Bio-Betrieben in ihrer näheren Umgebung – das ist eine große Chance.“

Besucht werden bei den Exkursionen ein erzeugender oder ein verarbeitender Bio-Betrieb, der Großhandel, ein Catering-Betrieb – beide biokontrolliert – oder ein Entsorgungsbetrieb, in dem die Essensreste zu Biogas und Kompost weiterverarbeitet werden.
 
Meinem Schulessen auf der Spur! trägt neben weiteren Initiativen zur Berliner Ernährungsstrategie bei. Dazu gehört auch das Projekt WO KOMMT DEIN ESSEN HER?, auf dessen Arbeit Meinem Schulessen auf der Spur! aufbaut und zu dem es eine partnerschaftliche Zusammenarbeit pflegt.
Gefördert wird Meinem Schulessen auf der Spur! durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags im Rahmen des Bundes-programm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN).

Mehr Informationen zu dem Projekt: www.sarah-wiener-stiftung.de/schulessen


Die Initiator:innen:
Die Bio-Stadt Berlin entwickelt seit 2017 eine zukunftsfähige, nachhaltige und regional gedachte Ernährungsstrategie für Berlin und setzt sie bereits mit vielfältigen Maßnahmen um. Die Berliner Ernährungsstrategie trägt dazu bei, dass die städtische Ernährungspolitik hin zu mehr Regionalität, Nachhaltigkeit, Fairness und mit einem stärkeren Fokus auf gesundheitsfördernde Kost für alle entwickelt wird. Im Bio-Städte-Netzwerk wird Berlin von der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung vertreten. Mehr Information: www.berlin.de/sen/verbraucherschutz/aufgaben/berliner-ernaehrungsstrategie/.
 
RESTLOS GLÜCKLICH e. V. engagiert sich für mehr Wertschätzung und einen bewussten Konsum von Lebensmitteln. Der gemeinnützige Berliner Verein bietet Bildungsprojekte, Mitmachaktionen und Teamevents an, bei denen gerettete Lebensmittel verarbeitet und Tipps für mehr Nachhaltigkeit in der Küche gegeben werden. Der Verein setzt sich dafür ein, dass sich klimafreundliche Ernährung im Alltag etabliert und zum neuen Standard unserer Esskultur wird. Mehr Informationen: www.restlos-gluecklich.berlin/.

Die gemeinnützige Sarah Wiener Stiftung lebt den Traum, dass jedes Kind gut isst – von klein auf und ungeachtet der sozialen Herkunft. Kern der Stiftungsarbeit ist die praktische Ernährungsbildung. Die Bildungsprogramme der Stiftung vermitteln Ernährungskompetenz durch eigenes Erleben und nehmen Kinder dorthin mit, wo Esskultur ihren Anfang hat: auf den Bauernhof, in den Supermarkt und in die Küche. Sie begeistert Kinder für eine vielseitige und ausgewogene Ernährung und vermittelt ihnen einen wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln. Mehr Informationen: www.sarah-wiener-stiftung.de.    

Meinem Schulessen auf der Spur! wird gefördert durch:
Das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) hat sich zum Ziel gesetzt, die Rahmenbedingungen für die ökologische Land- und Lebens-mittelwirtschaft und andere Formen nachhaltiger Landbewirtschaftung in Deutschland zu verbes-sern und die Voraussetzungen für ein gleichgewichtiges Wachstum von Angebot und Nachfrage zu erzielen. Das Programm wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) auf Grund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags finanziert und in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) koordiniert und umgesetzt. Mehr Informationen: www.bundesprogramm.de, www.oekolandbau.de, www.bmel.de.

Netzwerkpartner:
Das Projekt WO KOMMT DEIN ESSEN HER? hat das Ziel, den Anteil regionaler Bio-Lebens-mittel in der Schulverpflegung zu erhöhen. Es ist ein Projekt des Verbandes der Deutschen Schul- und Kitacaterer e.V. (VDSKC) und wird gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Justiz, Ver-braucherschutz und Antidiskriminierung sowie die Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz. Am Beispiel des täglichen Mittagessens macht "Rübe" – als illustrierter Hauptcha-rakter des Projekts – die Herkunft, Erzeugung und Weiterverarbeitung der biologischen Produkte aus der Region in der Schule zum Thema. Mehr Informationen: www.wo-kommt-dein-essen-her.de.

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